Auftakt der Woche bildete eine Diskussion über eine Dokumentation, die sich mit den Anfängen von HipHop Kultur befasste. Dabei war vor allem die große Kluft zwischen heutiger Rezeption (HipHop als Trend) und der fast über 30 jährigen Geschichte, die HipHop Kultur dieser Tage hinter sich hat, von großem Interesse. In einem weiteren Schritt wurden HipHop Songs aus den letzten drei Jahrzehnten gehört und anschließend analysiert. Die Jugendlichen konnten so feststelllen wie sich Musik (auch gerade in Bezug auf die verfügbare Technik) verändern und weiterentwickeln kann und wo die Wurzeln einer Musikrichtung liegen, die selber als noch sehr "jung" empfunden wird, da sie erst in den letzten Jahren vermehrt in den Focus der großen Plattenfirmen geraten ist.
In einem großen Brainstorming wurden nun alle Begriffe gesammelt, die für die Jugendlichen in Bezug auf HipHop relevant waren, so dass eine Übersicht entstand, die deutlich machte, dass HipHop mehr sein kann als die Mehrzahl der Jugendlichen vermuteten.
Die eine Hälfte der Teilnehmer entschied sich danach die letzten drei Tage Graffitis zu zeichnen und die andere Hälfte Texte zu schreiben. Dabei war erstaunlich zu sehen, wie Rap den Inhaftierten eine Möglichkeit schenkte den harten Gefängnisalltag zu verarbeiten. Es enstanden sehr eindringliche Texte, die sich mit den Schwierigkeiten der Haftbedingungen, mit der eigen verschuldeten Tat oder mit der Hoffnung auf ein besseres Leben beschäftigen. Auch nach Beendigung der Projektwoche nutzten die Jugendlichen die Zeit in der Zelle, um weitere Texte anzufertigen und so ihre Emotionen zu verarbeiten.
Hier eine annonyme Auswahl an Texte, die von den Jugendlichen innerhalb des Projekts verfasst wurden:
Kreislauf - Download
Knast Rap - Download
Es geht um´s HipHop Projekt- Download
Auf´s Papier - Download
Kreislauf - Download
Knast Rap - Download
Es geht um´s HipHop Projekt- Download
Auf´s Papier - Download
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